Am 12. Februar 2026 fand die dreitägige internationale Tagung zum Thema "Fokus Ostrecht / Focus Eastlaw“ an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (Deutschland) in gemischter Form statt. Die wissenschaftliche juristische Tagung wurde vom Institut für Osteuropäisches Recht der Universität Kiel mit Unterstützung der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde, der Alumni und Freunde der CAU e.V. sowie des Vereins Ostrecht Kiel e.V. veranstaltet. Die Hauptarbeitssprachen der juristischen Tagung waren Deutsch und Englisch. Die Moderation der Tagung wurde von Prof. Dr. Dr.h.c. Alexander Trunk (Uni Kiel) durchgeführt.
Nach der offiziellen Eröffnung mit den Grußworten von Prof. Lado Chanturia, Richter am EGMR, und anderen Professoren begann das umfangreiche Tagungsprogramm am 1. Tag (12.2.) mit der Skizzierung der Entstehungsgeschichte des Kieler Instituts für Osteuropäisches Recht, das gerade kurz vor der Schließung steht, sowie der Beleuchtung der Grundlagenaspekte in Osteuropa und Zentralasien, inklusive der Sektionen zu historisch-politischen Aspekten, zur Rechtsvergleichung und Transformationsforschung sowie zu Aspekten des Verfassungs- und Verwaltungsrechts. Im Namen des Zentrums für osteuropäisches Recht der Universität Graz nahmen an der Tagung Univ.-Prof. DDr. Dr. h.c. Bernd Wieser, Leiter des ZORs, Assoz. Prof. Dr.iur. Benedikt Harzl, M.A., stellvertretender Leiter des ZORs, und Inga Zelena-Bauer, LL.M., MA, PraeDoc Universitätsassistentin am ZOR, teil. Prof. Dr. Harzl hielt seinen Beitrag zum Thema „Die Neutralität Österreichs im Kontext der russischen Invasion der Ukraine“. Inga Zelena-Bauer präsentierte am 12.2.2026 als Referentin zum Thema „Das Verfassungsrecht von Belarus im Lichte des Ukraine-Krieges“.
Am 13.2.-14.2. wurden die aktuellen Fragen in den Bereichen des Zivilrechts einschließlich des Familienrechts, des Privaten Wirtschaftsrechts und Zivilverfahrensrechts sowie die Aspekte des Internationalen Privat- und Verfahrensrechts, des Völkerrechts und des EU-Rechts, einschließlich des Internationalen Wirtschafts- und Umweltrechts, behandelt. Trotz der großen Anzahl von Referenten kam es während der Tagung mehrmals zu Diskussionen. Nach der Tagung wird ein Band mit den Beiträgen der Teilnehmer zusammengestellt und veröffentlicht. Das volle Tagungsprogramm findet man hier: Institut.